Donnerstag, 18. April 2024

Monstertruck

Geesthacht


Fotografiert mit Apple iPhone 13 Pro Max und 5,7 mm

Unser neues 70er-Jahre-Traumhaus hatte eine damals beliebte und luxuriöse Unterflur-Heizung im Wohnzimmer: keine Heizkörper im Raum, keine Fußbodenheizung, sondern ein Schacht vor dem Fenster, in dem ein etwas rustikaler Heizkörper seinen Dienst verrichtet.

Die Hälfte der Wärme ging in den Boden und in die Kellerräume – das Ding musste richtig heiß werden, um den Raum zu heizen. Außerdem mag es für Kinder ein großes Vergnügen sein, stundenlang Kleinteile im Schacht zu versenken, aber für Eltern ist das Vergnügen begrenzt, zumal man unter den Heizkörper im Schacht kaum herankommt.

Also: Estrich raus, Heizkörper raus, Schacht verfüllen, neue Fußbodenheizung und dann neuen Estrich.

Hier sieht man das Monster, mit dem der Estrich geliefert wurde. Da ist alles drin: Vorne eine ordentliche Ladung Estrichbeton, hinten dann Pumpe und dicker Schlauch, um das Gemisch final abzumischen und ins Haus zu pumpen.

Nach zwei Stunden war der Spuk vorbei und das Wohnzimmer für vier Wochen gesperrt. Danach beginnt dann das Funktionsheizen: Einmal den ganzen Estrich auf maximale Vorlauftemperatur und wieder abkühlen lassen – dauert mehrere Tage. Und danach „backen“ und trocknen, also wochenlang heizen, damit die Restfeuchte niedrig genug ist für Parkett.

Da durfte ich dann Elektro- und Malerarbeiten bei kuscheligen 35 Grad Raumtemperatur im Frühsommer erledigen …

1362 Zeichen
Seite zu kurz für Zählpixel

Navigation